Die richtige Kissenfüllung-Grösse füllt nicht nur leeren Raum. Sie stützt die Ecken, bestimmt die Spannung des Stoffs, formt das Profil auf dem Sofa und entscheidet, ob Reissverschluss und Nähte entspannt oder belastet sind. Zwei Bezüge mit gleicher Nennweite können unterschiedliche Inletts brauchen, wenn einer fest gewebt und präzise ist, der andere aber gestrickt, elastisch oder weich fallend.
Dieser Ratgeber beginnt bei der tatsächlich füllbaren Hülle und berücksichtigt danach Füllmaterial, Stoffgewicht und gewünschte Optik. Er schreibt keine universelle Regel vor, nach der jedes Inlett grösser sein müsse. Eine konkrete Herstellerempfehlung hat Vorrang, weil Schnitt, Nahtzugabe, Reissverschluss, Textil und Zielform dort bekannt sind.
Eine Angabe wie 45 × 45 cm bezeichnet meist das Nennformat des Bezugs. Sie garantiert nicht, dass jeder Punkt der leeren Hülle exakt 45 cm misst oder das gefüllte Kissen als flaches Quadrat gleich gross bleibt. Nahtzugaben liegen innen, Ecken können leicht verjüngt sein, Paspeln und Flansche reichen über den Füllraum hinaus und dreidimensionales Volumen zieht Vorder- und Rückseite nach innen.
