In den frühen 1980er-Jahren führte die Memphis-Gruppe eine völlig neue visuelle Sprache in die Welt des Designs ein. Anstelle von Zurückhaltung und Minimalismus setzten Designer wie Ettore Sottsass, Nathalie Du Pasquier und George Sowden auf Farbe, Muster und spielerische Formen. Ihre Arbeiten verwandelten Möbel, Innenräume und Oberflächen in ausdrucksstarke Kompositionen, die energiegeladen, unkonventionell und künstlerisch wirkten.
Textilien wurden zu einem wichtigen Bestandteil dieser Bewegung. Kräftige geometrische Muster, kontrastreiche Farben und geschichtete grafische Strukturen ließen sich auf natürliche Weise in gewebte Stoffe, Decken und Polstermöbel übertragen. Anstatt als ruhige Hintergrundmaterialien zu fungieren, wurden Textilien zu zentralen visuellen Elementen in einem Raum.
Heute leben diese Ideen in zeitgenössischen gewebten Decken und von Künstlern entworfenen Textilien weiter. Jacquard-Webtechniken verleihen grafischen Kompositionen Tiefe und Haptik, wodurch Farbe und Muster Teil der Struktur des Stoffes selbst werden. Das Ergebnis ist ein Textil, das sowohl als praktisches Objekt als auch als Design-Statement im Zuhause fungiert.