Die Fadenzahl wird seit Langem als schneller Indikator für hochwertige Bettwäsche verwendet. Hohe Zahlen gelten oft als besser – doch diese Annahme reduziert ein komplexes Handwerk auf eine einzige Kennzahl. Tatsächlich sagt die Fadenzahl nur etwas über die Menge aus, nicht darüber, wie sich ein Stoff anfühlt, wie er altert oder wie er sich im Alltag bewährt.
Wahrer Luxus zeigt sich in den Details, die Zahlen nicht abbilden können. Faserqualität, Garnstruktur und Veredelung beeinflussen Weichheit, Atmungsaktivität und Langlebigkeit. Wer diese Faktoren versteht, löst sich von Marketingversprechen und findet Bettwäsche, die durchdacht ist, ausgewogen wirkt und über Jahre Freude bereitet.
Was die Fadenzahl wirklich aussagt
Die Fadenzahl beschreibt die Anzahl der Fäden pro Quadratzoll Stoff – sowohl die Längsfäden (Kette) als auch die Querfäden (Schuss). Ein Gewebe mit 150 Kett- und 150 Schussfäden ergibt somit eine Fadenzahl von 300. Diese Angabe beschreibt die Dichte, nicht die Qualität.
Problematisch wird es, wenn die Zahl künstlich erhöht wird. Manche Hersteller verdrehen mehrere dünne, minderwertige Garne zu einem einzigen Faden – sogenannte Mehrfachgarne.
Ein so hergestelltes Laken kann als 600-Fadenzahl ausgewiesen sein, enthält jedoch effektiv nur 300 Fäden pro Quadratzoll. Das Ergebnis ist häufig ein schwerer Stoff, der Wärme speichert und weder die Weichheit noch die Atmungsaktivität oder Langlebigkeit hochwertiger Bettwäsche bietet.
Das eigentliche Geheimnis luxuriöser Bettwäsche: Faserqualität
Der wichtigste Faktor für weiche, strapazierfähige und langlebige Bettwäsche ist die Qualität der Rohfaser – insbesondere ihre Stapellänge. Die Stapellänge bezeichnet die Länge der einzelnen Baumwollfasern vor dem Verspinnen und beeinflusst massgeblich, wie sich ein Stoff anfühlt und wie gut er über die Zeit hinweg performt.
Was ist langstapelige Baumwolle?

Produktbild: Satin-Bettwäsche aus ägyptischer Baumwolle in Weiss
Langstapelige Baumwolle stammt aus Sorten mit natürlich längeren Fasern. Diese lassen sich gleichmässiger verspinnen und ergeben glattere, stabilere Garne. Ähnlich wie langes Haar zu einem sauberen, festen Zopf geflochten werden kann, entstehen aus längeren Baumwollfasern Stoffe, die edel wirken, weniger pillen und ihre Struktur lange behalten.
Warum längere Fasern bessere Bettwäsche ergeben
Langstapelige Baumwolle ermöglicht Garne mit höherer Konsistenz und Stabilität. Das wirkt sich direkt darauf aus, wie sich ein Stoff anfühlt, wie er sich im Gebrauch verhält und wie er altert.
- Mehr Weichheit: Längere Fasern hinterlassen weniger lose Enden an der Stoffoberfläche. Das Ergebnis ist ein glatteres, feineres Hautgefühl.
- Höhere Strapazierfähigkeit: Stärkere, feinere Garne pillen weniger, fransen seltener aus und behalten ihre Qualität auch nach vielen Waschgängen.
- Bessere Atmungsaktivität: Gleichmässige Garne ergeben leichtere Stoffe, durch die Luft besser zirkulieren kann – für eine angenehme Temperaturregulierung während der Nacht.
Das richtige Gefühl finden: Perkal oder Satin
Ist die Faserqualität gegeben, bestimmt die Webart, wie sich der Stoff anfühlt. In hochwertiger Bettwäsche dominieren zwei Webarten: Perkal und Satin – jede mit eigenem Charakter.
Für ein frisches, kühles Gefühl
Perkal ist eine einfache Leinwandbindung mit einem Faden über, einem unter. Diese Struktur erzeugt einen matten, klaren Stoff, der leicht und luftig wirkt. Dank seiner hohen Atmungsaktivität ist Perkal ideal für Menschen, die warm schlafen, oder für alle, die das klassische Gefühl frisch gewaschener Hotelbettwäsche lieben.
Für eine seidige, glatte Oberfläche
Satin wird mit längeren Flottungen gewebt, meist vier Fäden über und einer unter. Dadurch liegt mehr Garn an der Oberfläche, was dem Stoff einen sanften Glanz und einen weich fliessenden Fall verleiht. Satin ist etwas wärmer und weniger luftig als Perkal und bietet ein umhüllendes, entspanntes Schlafgefühl.
Eine einfache Checkliste für echte Luxus-Bettwäsche
Die richtige Wahl fällt leichter, wenn du dich auf das Wesentliche konzentrierst. Diese kurze Checkliste hilft, Marketingversprechen zu durchschauen und das zu erkennen, was wirklich zählt.

1. Achte auf 100 % langstapelige Baumwolle
Produktbeschreibungen sollten explizit langstapelige Fasern oder bekannte hochwertige Baumwollsorten nennen. Das ist einer der zuverlässigsten Hinweise auf dauerhafte Weichheit und Stärke.
2. Wähle die Webart nach deinem persönlichen Gefühl
Ob die kühle Frische von Perkal oder die seidige Weichheit von Satin – entscheidend ist, wie sich die Bettwäsche auf deiner Haut anfühlen soll.
3. Setze auf Handwerk statt aufgeblähte Zahlen
Die Fadenzahl allein sagt wenig aus. Sorgfältige Verarbeitung und hochwertige Veredelung sind klare Zeichen für Bettwäsche, die gut altert und ihren Komfort behält.
Wo Handwerk, Komfort und künstlerischer Ausdruck zusammenkommen
Auch wenn Bettwäsche auf den ersten Blick schlicht wirkt, vereint sie Leistung und Gestaltung. Komfort entsteht durch Faserqualität, Webart und handwerkliche Fertigung, während Design bestimmt, wie ein Raum wirkt und wie du dich mit ihm verbindest. Wenn beides zusammenspielt, entsteht Bettwäsche, die nicht nur funktional überzeugt, sondern auch visuell und haptisch Freude bereitet.
Bei ZigZagZurich wird diese Balance durch künstlerisch gestaltete Bettwäsche von internationalen Kreativen lebendig. Jedes Stück wird in Italien handgefertigt, unter umweltzertifizierten Produktionsbedingungen hergestellt und aus feinsten Stoffen gefertigt – langlebig, sicher und pflegeleicht.
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Häufig gestellte Fragen
Ist eine höhere Fadenzahl immer schlecht?
Nicht unbedingt. Die Fadenzahl ist weit weniger entscheidend als die Art, wie das Garn hergestellt wird. Ein Laken mit 400 Fäden aus einlagiger, langstapeliger Baumwolle fühlt sich weicher an und hält länger als ein Laken mit 1’000 Fäden, das aus schwachen Mehrfachgarnen gewebt ist.
Ist ägyptische Baumwolle die einzige langstapelige Baumwolle?
Nein. Ägyptische Baumwolle ist für ihre langen Fasern bekannt, doch auch andere Sorten wie Pima liefern hervorragende langstapelige Baumwolle. Entscheidend ist die Stapellänge selbst – nicht der Name, unter dem die Baumwolle vermarktet wird.